Aus der Tätigkeit des Kantonalen Seniorenrates; Jahresbericht 2018
Das Organisationsreglement des Kantonalen Seniorenrates St.Gallen, erlassen vom Vorstand des Verbandes
für Seniorenfragen St.Gallen – Appenzell regelt Ziel und Zweck des Seniorenrates, sowie dessen
Strukturen, Aufgaben und Kompetenzen. Dieses Reglement, erlassen am 23. August 2016, wurde
überarbeitet und vom Verbandsvorstand am 13. September 2018 angenommen und in Kraft erklärt.
Der im Frühjahr 2018 als Nachfolger von Fritz Buchschacher gewählte Verbandspräsident Dr. Urs
Widmer arbeitet gemäss Organisationsreglement ebenfalls im Kantonalen Seniorenrat mit.
Der Vorstand
traf sich im abgelaufenen Jahr zu vier Sitzungen, an denen die vier Sitzungen des Plenums vorbereitet
und Jahresziele, sowie Themen festgelegt wurden, sowie zu einer ausserordentlichen Sitzung.
An der ersten Sitzung im Februar wurden die Themen für eine Besprechung mit Regierungsrat Martin
Klöti vorbereitet. An der Sitzung mit Regierungsrat Klöti und Frau Christina Manser vom Amt für Soziales
nahmen am 22. Februar teil: Eugen Fricker, Dr. Sepp Dietrich, Hans Wüst und Gerhard Fischer.
An der Sitzung wurden Themen wie: Lotteriefonds, Umfrage in Gemeinden, Wohnen im Alter, Kantonales
Altersleitbild, Altersarmut, Nachbarschaftshilfe und Digitalisierung angesprochen.
An der Sitzung vom 17. Mai nahm der Vorstand Kenntnis vom korrigierten und ergänzten Organisationsreglement
und freute sich über den Vorbescheid des Departementes des Inneren, wonach die
St.Galler Regierung dem Kantonsrat den Antrag stellt, CHF 20’000.00 aus dem Lotteriefonds zu sprechen.
Die Arbeitsgruppe Altersleitbild steht mit ihrer Arbeit an, da für die Arbeit in den Gemeinden
ein aktuelles kantonales Altersleitbild oder eine Altersstrategie als Richtlinie fehlt. Es wird beschlossen,
einen Brief zu diesem Thema an RR Klöti zu senden mit Kopie ans Amt für Soziales.
An der dritten Sitzung schöpfte der Vorstand Hoffnung, dass eine junge, begabte Journalistin die Pressearbeit
für den Seniorenrat übernehmen könnte. Die Kontakte und auch Presseberichte der Journalistin
im Tagblatt waren positiv, doch Ende Jahr teilte sie uns mit, dass ihr eine Vollzeitstelle angeboten
wurde, welche sie angenommen habe. Wir suchen weiter.
Der Seniorenrat
Als Plenum tagte der Seniorenrat in jedem Quartal ein Mal.
An der ersten Sitzung am 1. März nahm der Rat Kenntnis vom Bericht der Arbeitsgruppe Umfrage in
den Gemeinden. Es wurden keine Änderungen beantragt. Der Bericht wurde zugestellt: allen Gemeinden,
dem Vorstand VSGP, dem Departement des Innern, der Fachhochschule. Der Seniorenrat
will den Gemeinden keine zusätzlichen Aufgaben geben, sondern nach seinen Möglichkeiten zu Lösungen
beitragen.
Der Bericht der AG Öffentlichkeitsarbeit zeigte verschiedene Möglichkeiten auf, machte jedoch auch
auf entstehende Kosten aufmerksam, welche unsere finanziellen Mittel rasch aufbrauchen würden.
Kantonaler Seniorenrat St.Gallen
Die AG Wohnen im Alter zeigte interessante Möglichkeiten auf, gleichzeitig aber auch, dass wir keine
Fachleute auf diesem Gebiet sind. In der Bevölkerung ist das Thema jedoch hoch aktuell. Seniorinnen
und Senioren möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen.
Die AG Altersleitbild / Alterskonzept hat aus personellen Gründen noch nicht getagt. Sepp Dietrich
erbat beim Amt für Soziales (leider erfolglos) neuere Gemeinde-Altersleitbilder. Durch Recherchen
kam er auf rund 10 Altersleitbilder. Bei deren Sichtung stellte er regionale und kommunale Unterschiede
fest. Das zeigt, dass den Gemeinden vor allem mit Hinweisen, Hilfestellungen und Inputs geholfen
werden kann.
In diesem Zusammenhang hinterfragte der Seniorenrat auch seine eigene Arbeitsweise.
An der zweiten Sitzung vom 31. Mai berichtete die AG Wohnen im Alter, dass sie sich intensiv mit
dem Thema auseinander gesetzt hat und sich Unterlagen aus verschiedenen Gemeinden beschaffte.
In einem Grundsatzpapier stellte die AG die Frage: wie geht man damit um? Aus dem Plenum kamen
viele Vorschläge und Meinungen, wie: Der KSR-SG beschränkt sich auf Wohnformen für selbständige
Seniorinnen und Senioren. Am Schluss blieb die Forderung, nach einer Moderatorin, einem Moderator
zu suchen.
Ende August befasste sich der Rat mit dem Thema Alterskonzept aufgrund der Anfrage eines Gemeinderates
um vorbildliche kommunale Alterskonzepte. Der Vorstand ist der Meinung, dass ein kantonales
Konzept richtungweisend für kommunale Altersleitbilder/konzepte sein dürfte. Mit einem
Schreiben ans zuständige Amt für Soziales erfragten wir den Stand der Dinge. Die Antwort zeigte auf,
dass derzeit Vorbereitungsarbeiten zur Entwicklung eines Grundlagendokumentes zur Alterspolitik im
Kanton St.Gallen im Gange sind. Diese Grundlagen sollen voraussichtlich in den Jahren 2019 und 2020
erarbeitet werden. Reaktion im Plenum: Antwort enttäuschend und unbefriedigend.
An der vierten Sitzung am 29. November nahm der Rat an der Studie des Interdisziplinären Kompetenzzentrum
Alter IKOA der FHS St.Gallen teil zum Thema «Roboter in Service und Pflege» und an
einem Vortrag «Wie viel Digitalisierung erträgt das Alter?». Die AG Wohnen im Alter befasste sich mit
dem Beizug einer Fachperson als Moderatorin, finanziert durch eine Stiftung.
Die je vier Sitzungsdaten für 2019 konnten festgelegt werden, die Plenumssitzungen finden neu im
Sitzungszimmer des Gesundheitsdepartements statt.